parties, people & prison

Als ich vor 6 Jahren das erste mal in Bangalore feiern war, habe ich echt gedacht das Nachtleben könnte nur besser werden. Nur leider ist kein wirklicher Fortschritt zu verzeichnen. Im Gegenteil, die Läden müssen mittlerweile noch früher dicht machen als vorher (23.30h) und was musikalische Innovation betrifft bin ich auch eher enttäuscht. Das einzige was konstant steigt, sind die Preise.
Mittlerweile gibt es zwar auch legale Afterhour Parties in irgendwelchen Resorts außerhalb der Stadt, aber diese sind von der Atmosphäre und vom Publikum her lang nicht so aufregend wie die damaligen Underground Raves.
Egal, Hauptsache ich kann immernoch den selben Spaß mit meinen ganzen alten Kollegen haben. Kishore (damals Praktikant mit mir) hat ne steile Karriere hinter sich und ist mittlerweile Creative Director bei Hakumodu. Avinash ist zwar kein Pubhopper mehr, verbringt aber dafür um so mehr Zeit mit seiner achtmonate alten Tochter Dira. Verständlich (s. Foto)! Dino bei dem ich z.Z. wohne, hatte ich damals im Zug von Thiruvalla nach Bangalore kennengelernt. Eigentlich aus Kuwait aber damals in Bangalore kleben geblieben und immer noch hier...hehe. Da Hausparties immernoch am lustigsten sind (egal wo in der Welt) haben wir letztens gekocht und einige Freunde eingeladen. Darunter auch Sina aus Neuss, die hier z.Z. ihr Praktikum im St. Johns absolviert. Durch sie haben Jayan und ich erfahren, dass auch Rajesh aus Mönchengladbach in Bangalore arbeitet und zwar bei HP. Waren letztens alle was trinken im 13th floor. Das ist auf jeden Fall immernoch die beste Bar in Bangalore. Allein wegen der Aussicht. Dann waren wir noch im Zero G, der z.Z. angesagteste Laden für Bollywood Musik. Kein Wunder, weil die DJs waren echt super, zumindest im Vergleich zu den deutschen Bolly-DJs.
Am Sonntag war ich mit Kishore meine Cousine Julia besuchen. Sie studiert seit einigen Monaten an einer Krankenschwester Schule in 'Bangalore'. Hatte echt gedacht, endlich ist sie raus aus dem konservativen Kerala. Nix da ... von einem Dorf ins nächste! Die Schule ist echt super weit weg von der Innenstadt und ist eher eine Art Gefängnis. Hab mir aber sagen lassen, dass fast alle Krankenschwester Schulen so sind. Teuer, abgelegen, mittelmäßiges Essen, Ausgang nur mit Erlaubnis, Geldstrafe wenn man beim Malayalam sprechen erwischt wird und natürlich ohne Ende zu pauken. Julia und Ihre beste Freundin Nimi erwarteten uns bereits im Sekretariat. Auch wenn es ihnen extrem peinlich war den Schulleiter um Erlaubnis zu bitten mit uns für einige Zeit den Campus zu verlassen, konnte man den beiden ansehen, dass sie es kaum erwarten konnten endlich mal in den nächstgelegenen Ort zu fahren. Nach einem leckeren Mittagessen und viel Icecream tat es uns leid die beiden wieder abzusetzen...















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